Long time, no see…. Bin beruflich in den letzten zwei Monaten extrem eingespannt gewesen; so sehr, daß ich im April ganze zwei, im Mai sage und schreibe einen Tag im Büro war. Da ich gleichzeitig auch noch mit den Vorbereitungen für meinen bevorstehenden Umzug in eine neue (größere, schönere, geilere) Wohnung beschäftigt bin, könnt ihr euch vorstellen, warum es hier auf dem Blog in den letzten Wochen so erschreckend ruhig war.
Allem Stress zum Trotz haben ein alter Freund und ich heute nacht den Versuch unternommen, auf unsere alten Tage nochmal eine unserer früheren Stammdiskotheken zu besuchen, einfach um zu sehen, wie sich das Ganze seit unserem letzten Besuch dort vor rund 6 Jahren entwickelt hat und ob man dort immer noch dasselbe Publikum vorfindet wie damals.
Dieser Besuch im Oberhausener T-Club fiel sehr ernüchternd aus, und nach nur 20 Minuten ergriffen wir letztlich wieder die Flucht. Es hätte uns eigentlich von Anfang an mißtrauisch machen müssen, daß wir scheinbar die ersten Parker an unserem alten Stammparkplatz waren, die Alarmglocken hätten hell aufbimmeln müssen, als wir den eigentlichen Parkplatz der “Turbohalle” erreichten und auch dort kaum Fahrzeuge standen, und angesichts der Nationalitätenzusammensetzung des Türsteherteams hätte klar sein müssen, daß uns nur noch eine Flucht vor dem vorzeitigen Ableben unserer Jugenderinnerungen bewahrt hätte. Doch wider besseren Wissens sind wir dennoch hinein, und dort traf uns die Realität dann mit aller Härte. Nichts mehr ist von der guten alten Zeit geblieben, drei der ehemaligen großen Hallen sind dichtgemacht, die verbliebene (ehemals größte) Halle wurde durch eine eingezogene Mauer zerteilt, und während der T-Club damals eine gesunde Mischung aus verschiedenen Richtungen (und samstags bevorzugt EBM/Gothic/Industrial) spielte, ist daraus heuer eine Hiphop/RnB-Kaschemme geworden.
Meinem Kumpel war es obendrein hochnotpeinlich, daß ihn die Theken-Tussi mit großen Augen fragend ansah “wass’n das?”, als er nach einem Corona fragte, und letztlich müssen wir wohl einsehen, daß wir alt geworden sind – und die guten alten Zeiten offenbar vorbei.
Betrachtet man es von der positiven Seite, haben wir die Disco-Phase wohl im richtigen Alter und auf der Höhe der Zeit drangegeben, frei nach dem Motto “hör auf, wenn’s am schönsten ist”. Dennoch ists irgendwie ein bisschen schade drum.
Bleibt die Frage, wo sich nun das schwarztragende Lack-n-Leder-Volk nun wohl herumtreibt – die letzten Jahre sind ja offenbar an vielen Dizzen nicht spurlos vorübergegangen, denn ich habe mir sagen lassen, auch das Mudia und das Saint hätten das Zeitliche gesegnet.
Long time, no see.... Bin beruflich in den letzten zwei Monaten extrem eingespannt gewesen; so sehr, daß ich im April ganze zwei, im Mai sage und schreibe einen Tag im Büro war. Da ich gleichzeitig auch noch mit den Vorbereitungen für meinen bevorstehenden Umzug in eine neue (größere, schönere, geilere) Wohnung beschäftigt bin, könnt ...
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