Sep
11
2005

Kugelschreiber im Hals

Heute war mal wieder Popcorn-Kino angesagt – ein alter Schulfreund, den ich seit gut zwei Jahren nicht mehr live getroffen habe, hat mich breitgeschlagen, mit ihm und seiner Freundin das neueste Werk von Wes Craven (Scream und Co.) Red Eye in Augenschein zu nehmen. Also habe ich mich breitschlagen lassen, den weiten Weg in die tiefste niederrheinische Provinz Krefeld auf mich zu nehmen :D

Um es kurz zu sagen, der Film ist ein Craven und auch wieder nicht, denn für Cravens Verhältnisse fließt erstaunlich wenig Blut. Insofern wurden meine Erwartungen deutlich übertroffen. Menschen mit Flugerfahrungen und diesbezüglichem technischem Knowhow werden allerdings bemängeln, dass die Außenansicht des Fliegers (eine Boing 737) und die Innenaufnahmen nicht zueinanderpassen (die 737 hat nur zwei Reihen a 3 Sitze und einen Mittelgang, im Film sind es aber zwei 2er- und eine 3er-Reihe sowie zwei Gänge) und diverse andere Kleinigkeiten bekritteln.

Dem Filmspass tut das indes nicht wirklich Abbruch; der sadistische Zyniker in mir genoss den Augenblick, als die Protagonistin dem Herrn Erpresser mit einem Kugelschreiber demonstrierte, was man allgemein als “Stechen im Hals” bezeichnet :D

Bemängeln muss ich in Hinblick auf den heutigen Kinogang hingegen einen offenbar momentan um sich greifenden Trend, dass die Filme anscheinend immer kürzer werden und die Werbung davor immer länger. Bekam man in der guten alten Deutschmark-Zeit für 14 Mark (was an sich schon teuer genug war) noch in der Regel mindestens 90, wenn nicht sogar 120 Minuten Filmvergnügen und maximal 15 Minuten Werbung serviert, sinds inzwischen in der Regel 30 Minuten Werbung und eher 75 Minuten Filmgenuss bei ca. 8 Euro.

Dies fiel mir letzte Woche schon bei “Transporter – The Mission” auf, greift aber offenbar um sich. Es sieht wohl so aus, dass sich herumgesprochen hat, dass Kinopreise wie so viele andere Luxus-Artikel preislichen Schmerzgrenzen unterliegen, und statt die Preise weiter anzuheben, werden die Filmzeiten nun kürzer und die Werbung länger – vom penetranten Product Placement mal ganz abgesehen.

In Zeiten, da praktisch jeder Kinofilm kurz nach seiner Erstveröffentlichung in brauchbarer Qualität in den einschlägigen Tauschbörsen auftaucht, haben gewisse Unternehmensbosse wohl immer noch nicht kapiert, dass sich solche Dinge herumsprechen und sich die Leute nicht auf Dauer verarschen lassen. Besonders pervers wird dies übrigens in dem Zusammenhang, dass der Werbeblock grundsätzlich mindestens einen Spot der berüchtigen “Raubkopierer sind Verbrecher – und kassieren bis zu fünf Jahre Knast”-Reihe der GVU enthält – unter dem Aspekt, dass man gerade pro Person 8 Euro an der Kasse gelassen hat, um für einen Film ehrlich zu zahlen, den man genausogut vollkommen kostenlos aus dem Internet saugen könnte, ein ziemlicher Affront.

Ich bin gespannt, wann hier endlich ein Umdenken erfolgt….

Beim Schreiben dieser Zeilen fällt mir gerade etwas auf, das ich als praktisch werbeimmuner Angstkunde der Marketing-Fuzzies überhaupt nicht bewußt wahrgenommen habe – der Werbeblock vorm Film enthielt heute – ganz anders als noch vor einer Woche beim Transporter – nicht einen einzigen Spot für Alkoholika oder Tabakwaren. Das wäre allerdings ein Trend, der gerne Schule machen darf!

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Sep
09
2005

Einstiegspunkt DdEntry1 nicht gefunden

User, die stets auf ein aktuelles Windows-System Wert legen, Windows 2000 verwenden und sich den letzten Hotfix für den GDI+-Bug installiert haben, laufen seit einiger Zeit bei fast allen 3D-Spielen auf den folgenden Fehler auf: “Der Einstiegspunkt DdEntry1 wurde in der DLL GDI32.dll nicht gefunden!” Diese Kurzanleitung beschreibt, wie man den Defekt des Systems schnell und einfach reparieren kann.

Die Behebung des Fehlers ist schnell und einfach erledigt:

  • Im Verzeichnis WINNT\System32 die DLL namens d3d8thk.dll überprüfen – wenn es sich um den “richtigen” Fehler handelt, so trägt diese DLL das Dateidatum 12.12.2002 und die Versionsnummer 5.3.0.900 (dies kann man recht einfach im Windoof Explorer über die Eigenschaften ermitteln).
  • Diese DLL wird nun umbenannt (um für den Fall aller Fälle eine Sicherheitskopie zu haben!)
  • Aus dem Installationspaket von DirectX 9.0b (wichtig!) das Archiv DXNT.CAB extrahieren und entpacken
  • Die in diesem Archiv befindliche DLL d3d8thk.dll nach WINNT\System32 kopieren – diese ältere Datei sollte das Dateidatum 30.10.2001 tragen und die Versionsnummer 5.1.2600.881 führen.
  • fertig!

Der Fehler sollte nun behoben sein, 3D-Spiele sollten nun wieder funktionieren.

Ich übernehme allerdings keinerlei Haftung, keine Gewähr für eventuelle Schäden am System, und so weiter – alle Manipulationen gemäß dieser Anleitung geschehen auf eigene Gefahr!

Update vom 02.10.2005:
Wie ich durch einige Forenbeiträge mit Backlinks auf diesen Beitrag, den ich von meiner alten Homepage continuity.de transferiert habe (auf der Website betreibe ich mittlerweile mein Photoblog), erfuhr, ist es bei einigen Anwendern vorgekommen, dass diese das Problem nicht mit der DLL aus DirectX 9.0b beheben konnten, sondern dazu die DLL aus DirectX 8.1 verwendet werden mußte. In meinem Fall hatte damals die 9.0b-DLL das Problem schon gelöst, daher habe ich nicht noch weitere Experimente betrieben.

Wie sich weiterhin herauszustellen scheint, tritt das Problem wohl prinzipiell nur auf Windows 2000 Systemen auf, mir ist bis dato kein Fall bekannt, der das Problem unter Windows XP reproduzieren konnte.

Von Anfragen, die benötigte(n) DLL(s) direkt hier zum Download anzubieten, bitte ich abzusehen, denn dies ist aus lizenztechnischen Gründen seitens Microsoft nicht möglich.

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Sep
09
2005

Auf der Wanzenjagd

Habe mich bis in die gestrigen Nachtstunden und heute abend drangesetzt, die gröbsten Schnitzer in Jons bisheriger Alphaversion rauszuhauen. Einige Fehler sind klassische Fülle von “tot wegen doof”, beispielsweise die Ursache dafür, warum die RSS-Feeds nicht funktionierten – beim Anlegen der Root-Variable schreibt er korrekt $rss_root_url, und beim Auslesen auf einmal $rss_route_url – dass das nichts geben kann, ist natürlich klar :D ….

Ähnlich prickelnd waren die Fehler, die zur Ausgabe von falschen oder gar keinen Datumsangaben führten – man sollte erstens nie vergessen, seine globalen Konfigurationsvariablen in seine Funktionen zu importieren (oder, noch besser, man verzichtet ganz auf globals und verwendet die sehr viel sichereren Konstanten!), und zweitens braucht man sich über falsche Daten nicht wundern, wenn man der Datums-Auslesefunktion zwar einen Parameter $date mitgibt, diesen dann jedoch nicht verwendet, sondern stattdessen ein nicht existentes Array der Reihe nach ausliest :D

Diese und eine ganze Reihe weiterer Stilblüten konnte ich bisher finden und ausmerzen, die Ursache dafür, dass man sich aus der Adminoberfläche nicht mehr abmelden kann ohne den Browser zu schließen, konnte ich bisher nicht finden. Es ist nur offensichtlich, dass hier die Session nicht stirbt, obwohl die entsprechende Methode eindeutig aufgerufen wird.

Soviel zur guten Codebasis…bis zum perfekten Blog ists offenbar doch noch ein steiniger Weg…

Auf Administrationsseite war ich ebenfalls nicht untätig. Nach relativ kurzer Suche habe ich ein in reinem Javascript realisiertes Rich-Text-Control gefunden, welches die entsprechenden Möglichkeiten des Firefox freischaltet und eine vorhandene Textarea damit ersetzt. Auf diese Weise wird das Schreiben der Artikel in Zukunft erst richtig angenehm. Es kann allerdings noch mit einigem Aufwand verbunden sein, diesem Editor die Verarbeitung sauberen XHTMLs einzuimpfen :D

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