Sep
02
2009

Virtualbox mit 64-Bit-Gästen auf Dell M4400

Seit Mitte Mai nenne ich ja ein neues Dienstgerät mein Eigen, ein schickes Dell Precision M4400 mit Core2 Duo T9400 @2,53 GHz und in der Folge voll 64bit-tauglicher Hardwareumgebung. Folgerichtig hatte ich mich auch von vornherein auf ein 64bittiges Windoof als Basis entschieden (im Zusammenhang mit den Malessen um ESET NOD32 4.0.x und Vista SP2 hatte ich darüber schon einige Worte fallen lassen).

Early Adopter, der ich nun einmal ab und an mal ganz gerne bin, nutzte ich selbstverständlich die Gelegenheit des frühestmöglichen Wechsels zu Windows 7. Mit der Freigabe von Windows 7 und dessen Verfügbarkeit im MS Technet war ich in unserer Firma Nummer 2 nach einem unserer Vorstandsmitglieder, den “mutigen Schritt” zum Wechsel zu vollziehen.

Der Umstieg als solcher ging auch vollkommen glatt (Datensicherung, komplette Neupartitionierung, saubere frische Installation, Recovern der gesicherten Daten – auf eine Upgradeinstallation hätte ich mich selbst dann nicht eingelassen, wenn die RTM-Release von Windows 7 aus dem Technet das zugelassen hätte), und im Vergleich zu Vista fühlt sich der Rechner nun auch endlich so an, wie es sich für einen solchen Boliden gehört.

Etwas moseriger wurde ich erst durch den gleichzeitig vollzogenen Architekturwechsel vom freien VMWare Server zum ebenso freien SUN Virtualbox v3.0.4 x64. Denn obwohl ich mit der beschriebenen Umgebung sämtliche Vorbedingungen für einen an sich klaglosen Einsatz von ebenfalls 64bittigen Gastbetriebssystemen erfüllt habe, ließ VirtualBox auf Biegen und Brechen nicht zu, in einem Gast mehr als einen CPU-Kern oder gar ein 64bit-OS einzusetzen.

Die Lösung fand ich schließlich durch einen Blogartikel bei Serverfault.com, und zwar in dessen Kommentaren. Dell stellt in seinem BIOS nämlich im Knoten “Virtualisierung” nicht nur einige Schalter für das Ein- und Ausschalten des VT-X-Supports der CPU und des IO/APICs zur Verfügung, sondern auch einen Switch namens “Trusted Execution”, mit dem auch die TPM-Funktionalität virtualisiert werden kann. Und an genau diesem Schalter scheitert dann die Erkennung von VT-X in VirtualBox (das genial einfache Tool SecurAble ist davon nicht tangiert, was ja erst dazu führte, daß ich so viele Nerven an diesem Manko gelassen habe). Kaum habe ich “Trusted Execution” im BIOS abgeschaltet und neu gebootet, funktionieren VT-X und SMP nun auch in VirtualBox wie erwartet, und nicht mehr “nur” auf dem Wirts-Windows.

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Aug
14
2009

Powerpoint 2007, Notizenseiten und der PDF-Druck

Microsoft hat sich – wieder einmal – einen richtig dicken Hund geleistet. Dieses Mal bin ich in Powerpoint 2007 über die Umwandlung einer umfangreichen Schulungsunterlage aus 94 Folien ins PDF-Format gestolpert, wobei erschwerend noch hinzukommt, daß ich es gewagt habe diese Folien als Notizenseiten ausgeben zu wollen.

Welch Frevel ich da aus Sicht der Redmonder offenbar begehe, erschloss sich erst nach geraumer Wartezeit, denn

  1. die PDF-Umwandlung dauert eine schiere Ewigkeit
  2. die resultierende PDF-Datei ist gegenüber dem mit Powerpoint 2003 erstellten PDF um Faktor 15 (!!!) explodiert – statt knapp 1 MByte Ausgabegröße ist das neue PDF sage und schreibe 15 MByte groß!
  3. es ist nicht mehr möglich, das PDF nach Stichworten auf den Folien zu durchsuchen; einzig und allein Stichworte im Notizenbereich der Seiten führen noch zu Ergebnissen.

Gegenüber Office 2003 muss Winzigweich in der Druckschnittstelle also einige gravierende Änderungen vorgenommen haben, und dies herauszufinden hat mich einige Nerven und Experimente mit verschiedenen PDF-Druckertreibern gekostet. Das Ergebnis ist ebenso einfach wie verblüffend:

Powerpoint 2007 wandelt jede Folie offensichtlich zuerst in ein JPG um, bevor dieses dann auf die Notizenseite gepappt und mit dem Notizentext versehen wird!

Im Resultat bläht dies je nach verwendetem PDF-Converter die erzeugte Datei extrem auf (der in PPT eingebaute Converter erzeugt die genannten 15 MByte, FreePDF XP bei hoher Qualität baut etwa 11 MByte, bei eBook-Einstellungen (mit dann kaum noch lesbaren Folien, wegen der dann unsagbar miesen JPG-Qualität) noch rund 2,5 MByte, und Adobe PDF Distiller generiert gut 6,5 MByte) und ist verantwortlich dafür, daß Volltextsuche und Textmarkierung im Folienbereich der einzelnen Seiten dann nicht mehr funktionieren.

Weiß der Henker, was sich die Schergen da wieder bei gedacht haben, besonders weit gedacht haben können sie jedenfalls nicht. Es ist mir absolut schleierhaft, warum eine bis zur 2003er Version erwiesenermaßen einwandfrei funktionierende und solcherart praxistaugliche Funktionalität in dieser Art und Weise kaputt-optimiert werden musste. Faktisch bedeutet das jedenfalls, daß ich nun entweder stets eine VM mit einem “uralten” Office 2003 in der Hinterhand benötige, wenn ich meine Schulungsunterlagen mal wieder als portable Handouts aufbereiten will, oder aber ich muss jedesmal einen solcherart ausgestatteten Arbeitskollegen konsultieren, der sich auf Dauer herzlich für die regelmäßige Störung bedanken wird.

Eigentlich fast unnötig zu erwähnen, daß ich nirgends weit und breit eine wie auch immer versteckte Option ausfindig machen konnte, mit der man Powerpoint 2007 wieder das alte Verhalten der Vorversion aufzwingen könnte. Ergo: Microsoft, setzen, Sechs!

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Jul
24
2009

Wieder einmal sehr deutsches Deutsch

…. habe ich dies und das geradegezogen, weil es noch nicht wirklich rund lief….

Diese und ähnliche Formulierungen trifft man heuer immer regelmäßiger an (auch ich ertappe mich immer wieder mal bei ihrer Verwendung), und offensichtlich machen sich die allerwenigsten Menschen dabei Gedanken darüber, daß sie dabei quasi eine verbale Quadratur des Kreises versuchen.

Läßt man’s sich jedoch einmal auf der Zunge zergehen, stellt sich sehr schnell ein pelziger Beigeschmack ein ;)

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Jul
24
2009

Herzinfarkt “im Dienst”?

Da meldet N-TV heute die hübsche Geschichte vom französischen Grabräuber, den es sozusagen in flagranti erwischt hat, indem ihn ein Herzklabaster aus dem Genpool streicht – und unwillkürlich geht mir unmittelbar beim Lesen der Meldung durch den Kopf “was den Mann wohl mitten auf einem Friedhof zu nachtschlafender Stunde so erschreckt haben mag” :D

Bin ich zu zynisch? ;)

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Mai
27
2009

Dickes Problem mit ESET NOD32 v4 und Windows Vista SP2

Seit gestern steht Service Pack 2 für Windows Vista und Windows 2008 Server zur Verfügung, und wie manch anderer Early Adopter bin ich natürlich prompt zur Tat geschritten und mutig in dessen Installation geprescht. Die ersten Schritte des Updates verlaufen problemlos, zu Beginn von Schritt 3 dann auf einmal etwas, das ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe – ein BSOD!

Reboot, neuer Versuch, das gleiche Spiel – verantwortlich für den Komplettcrash zeichnet ein Treiber namens eamon.sys. Boot im Safe Mode, Rollback des SP2, Recherche im großen Orakel, was es mit eamon.sys auf sich hat – und schnell die Ursache gefunden. Denn dieser Treiber ist essentieller Bestandteil der Antiviruslösung ESET NOD32, die ich zufälligerweise ebenfalls betreibe.

Erste Meldungen über diese BSODs während der Installation des Service Pack 2 finden sich – unter anderem übrigens in diversen offiziellen Supportforen, in denen auch ESET-Mitarbeiter regelmäßig schreiben – schon seit Anfang Mai, als Microsoft das SP2 für MSDN- und TechNet-Abonnenten freigegeben hat. Reaktion seitens ESET: praktisch vollkommenes Ignorieren des Problems; erst durch vielfachen Protest in den Foren und die gestrige Freigabe des SP2 für die breite Öffentlichkeit sah sich nun ein ESET-Moderator zu einer kurzen Stellungnahme gezwungen, die effektiv aber auch nur das bestätigt, was alle Leser des Forums eh schon wussten.

Kurz die Fakten:

  • Ist ESET NOD32 v4.x schon installiert, bevor man das SP2 einspielt, scheitert die Installation mit regelmäßigen Bluescreens.
  • Deinstalliert man ESET vorher, läßt sich Service Pack 2 problemlos installieren.
  • Installiert man anschließend ESET NOD32 4.0.424 oder 4.0.437, scheint zunächst alles einwandfrei zu laufen.
  • Nach einigen Reboots kommt es wieder zu sporadischen BSODs, oder beim Booten kommt NOD32 nicht sauber hoch (rotes Statusicon in der Taskbar) und kann keine Signaturupdates mehr herunterladen.
  • Das Problem besteht offenbar nicht nur mit der Vista x64-Variante, sondern auch mit den 32-Bit-Versionen von Windows Vista und Windows 2008 Server.

Derzeitige “Lösung”: NOD32 komplett quitt werden oder auf eine ältere Version 3.x umsteigen.

Das Fatale an der Sache: auf der Microsoft’schen Liste inkompatibler Anwendungen findet sich etwa auch der Antivirus von Avira, von ESET gibt es dort bislang keine Spur. Da NOD32 sich aber auch einer weiteren Verbreitung erfreut, dürften nun reihenweise auch sehr viel unbedarftere Anwender in diese Falle laufen, insbesondere sobald das Service Pack 2 auch über Windows Update automatisch zur Verfügung gestellt wird (was offiziell zwar erst in den nächsten Wochen passieren soll, mir und anderen usern aber schon gestern abend als verfügbares wichtiges Update angezeigt wurde).

ESET, shame on you, dieses Problem so lange so hartnäckig ignoriert zu haben und auf das viele Feedback eurer Kunden nicht reagiert zu haben!

Update 07.06.2009
Wie dem weiteren Verlauf des Threads, in dem das weiter oben verlinkte Posting zu finden ist, zu entnehmen ist, wird seit ein paar Tagen über das automatische Update der Signaturen auch gleichzeitig ein Fix für das inzwischen weitläufig bekannte Problem verteilt. Sofern man also einen “lichten Moment” von NOD32 erwischt (lies: bei einem Bootversuch das Statusicon ausnahmsweise mal auf grün wechselt), sollte man schleunigst manuell ein Update anwerfen, um in den Genuss des Hotfixes zu gelangen. Etwas irritierend finde ich, dass ESET keinen neuen Download mit neuer Versionsnummer zur Verfügung stellt, in dem sich der Hotfix schon automatisch befindet. So dauerte es in meinem konkreten Fall rund ein Dutzend Bootversuche, bis ich “grünes Licht” bekam und den Hotfix herunterladen konnte. Seitdem läuft NOD32 zwar wieder stabil, sonderlich kundenfreundlich finde ich den Ansatz dennoch nicht.

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