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Sep
11
2005

Innerer Reichsparteitag

Die heutigen Nachrichten waren – nicht ohne Ironie seitens der jeweiligen Sprecher bzw. Redakteure – voll von den neuesten Umfrageergebnissen, denen zufolge Schwarz/Gelb keine eigene Mehrheit mehr auf die Kette kriegt, wäre jetzt Bundestagswahl.

Apropos – CNN schaltet ja richtiggehend penetrant überall Werbung, dass sie diesem weltweit wichtigen Event (als ob es nen Opiumbauer irgendwo in der chinesischen Provinz interessieren würde, was hierzulande geschieht) live beiwohnen werden. Na wenn’s sein muss…

Doch back 2 topic: wie man sich anhand des Titels dieser Zeilen mittels Zuhilfenahme etwa zweier Neuronen Hirnschmalz zusammenreimen kann, darf man mich wohl nicht wirklich als Anhänger der Union bezeichnen :D Allerdings, nur fürs Protokoll, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich die Idee einer Kanzlerin
an sich und volkommen parteineutral sehr klasse finde und voll unterstützen würde – wenn es nicht ausgerechnet Zonengabi – Verzeihung, Angela Merkel – wäre….

Den meisten von uns dürfte eh klar sein, dass man hier nicht die bessere Partei wählt, sondern lediglich das kleinere Übel, jedoch wirkte bewusste Meldung des Tages wie ein Trigger zur Auslösung des sprichwörtlichen inneren Reichsparteitages. Allerdings paart sich diese Information direkt mit einer neuen Ungewissheit – droht uns nun im schlimmsten Fall gar Rot-Dunkelrot-Grün???

Dies wäre imho so ziemlich das Schlimmste, was uns je passieren könnte. Nicht nur, dass die Ökospinner as fast as possible aus dem Regierungsverkehr gezogen gehören, wir müssen alles dafür tun, damit die ewiggestrigen kommunistischen Knallchargen auf gar keinen Fall auch nur ein Wort im Regierungsgeschäft mitzureden haben – sonst kann Deutschland endgültig einpacken und die drei Finger heben.

Wie es aktuell aussieht, dürfte es also auf eine große Koalition hinauslaufen. Diese ist selbstverständlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss, jedoch hätten wir damit wenigstens die Chance, endlich einige Reformen durchgezogen zu bekommen.
Machen wir uns doch nichts vor: aktuell ist es so, dass sich rot und grün zerfleischen, bis sie ein kompromissfähiges Gesetzesentwurfspapier für die Reform XY auf die Kette bekommen, und der durch und durch schwarze Bundesrat blockt es dann ab, und die ganze schöne Reform versackt irgendwo im Sande.
Im Falle einer großen Koalition wäre aber wenigstens das zweite Hauen und Stechen obsolet, und mit dem so gewonnenen kleinsten gemeinsamen Nenner könnte man dieses Land wenigstens ein bisschen regieren und reformieren.

Wir werden den Ausgang dieser Wahlen, egal wie das Ergebnis ausfallen mag, noch früh genug erfahren – wenngleich sich die Bekanntgabe des finalen Wahlergebnisses ja dank des vorzeitigen und ungeplanten Ablebens dieses braunen Luders nun offenbar um einige Wochen verzögern wird….

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