Eigentlich schon seit der Anschaffung meines 307 Ende letzten Jahres (ich berichtete) habe ich den Gedanken hin und hergewälzt, eine Umrüstung des Fahrzeugs auf Autogas (LPG) vornehmen zu lassen. Insbesondere als endlich feststand, daß die Mineralölsteuer bis Ende 2018 auf dem aktuellen niedrigen Satz festgeschrieben wird, gewann diese Idee deutlich an Attraktivität.
Nun ist der Punkt gekommen, da ich diesen Gedanken wieder aufgegriffen habe und regelrecht schwanger mit der Idee bin. Entsprechende Recherchen in den Untiefen des weltweiten Haifischbeckens und insbesondere Feedback von begeisterten Gasfahrern haben mich nun zur Entscheidung getrieben, die Nummer durchzuziehen:
- Der Peugeot 307 läßt sich hervorragend auf LPG umrüsten
- Das Ersatzrad (Vollrad, kein Notlaufrad) ist in einer Mulde unter dem Kofferraum - in dieser Mulde läßt sich ohne Verlust an Kofferraum und Funktionalität ein 67-Liter-Radmuldentank unterbringen
- Mit der Vialle LPi 7 gibt es am Markt einen hervorragenden Umrüstsatz, der im Unterschied zu den klassischen Verdampfer-Bausätzen mit einer Einspritzung von flüssigem LPG in die Zylinder arbeitet - Kosten für den Einbau mit allem Happ und Zapp ca. 2.500 - 2.700 Euro
- Bei den rund 25.000 - 26.000 km, die ich pro Jahr verfahre, amortisiert sich diese Anschaffung unter Berücksichtigung eines Mehrverbrauchs auf Gas von ca. 25% und bei Betrachtung aktueller Spritpreise von ca. 1,35 EUR / l Super und 0,62 EUR / l LPG nach weniger als zwei Jahren
- Es ist eher mit steigenden statt stagnierenden oder gar sinkenden Preisen für klassisches Benzin zu rechnen - die Gaspreise sind hingegen seit langer Zeit stabil (gut, keine Garantie für die Zukunft; ich erwarte im Gegenteil eigentlich sogar, daß die Gaspreise früher oder später ebenfalls etwas anziehen werden). Auf lange Sicht spart man auf LPG also bares Geld (das sich beispielsweise prima als Rücklage für einen neuen Wagen eignet).
Ich habe diese Woche begonnen, Angebote bei verschiedenen Umrüstern in der näheren und ferneren Umgebung (bis ca. 200 km Entfernung) anzufordern. Interessanterweise haben von den ersten sechs Anbietern vier schon innerhalb eines Tages reagiert und mir Angebote per Email zugesendet. Versucht so etwas einmal bei DAX-Unternehmen; da könnt ihr froh sein, wenn erstens übwerhaupt eine Antwort kommt und zweitens diese euch noch vor eurem Ableben erreicht.
Sobald ich mich für ein Angebot entschieden habe und es sozusagen ernst wird, werde ich wieder berichten…

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