Wie ich in meinem letzten Beitrag ja geschrieben hatte, hat ja Ende Oktober mein altes Schätzchen das Zeitliche gesegnet, eine Komplettreparatur des kapitalen Motorschadens und all der kleinen weiteren Blessuren des Fahrzeugs hätten sich nicht mehr gerechnet.
Ergo musste auf absehbare Zeit für einen adäquaten Ersatz gesorgt werden, denn die verschiedenen Alternativen sahen unerquicklich aus:
- Als Ersatzfahrzeug für ein paar hundert Euro einen Seelenverkäufer beschaffen: Gleiches Risiko absehbaren Totalausfalls wie im Falle einer Reparatur des alten 323, auf mittelfristige Sicht von bestenfalls ein bis zwei Jahren lediglich Verschiebung des Problems einer durchdachten Neuanschaffung; und ich hasse es, Probleme/Aufgaben nicht zu lösen, sondern nur vor mir herzuschieben
- Komplettverzicht auf eigenen fahrbaren Untersatz: fürs reine Berufsleben wäre das in der Tat eine Alternative gewesen, da das ÖPNV-Netz hier im Ruhrgebiet zumindest tagsüber sehr dicht ist, und für meine Dienstreisen kämen Bahn, Flug und Mietwagen ebenso in Frage wie bisher. Allerdings hätte mein Privatleben extrem unter Autolosigkeit gelitten, da mich meine Freizeitrouten dummerweise meist über weitere Strecken und insbesondere aus dem Ruhrgebiet hinaustragen - ÖPNV-Netz am Wochenende also keine Alternative, Einsiedlerleben auch nicht. Fazit: gestrichen
- Beschaffung eines möglichst jungen Gebrauchtfahrzeugs mit moderatem Spritverbrauch und guter steuerlicher wie versicherungstechnischer Einstufung: bei genauerer Betrachtung die beste Alternative, wenn auch die teuerste.
Und wie das mit dem Herrn Murphy ja glücklicherweise nicht selten der Fall ist, haut er dir nicht nur immer wieder dicke Knüppel zwischen die Beine, sondern legt dir regelmäßig und zeitnah zur Katastrophe neue Gelegenheiten vor die Füße. In diesem Fall war das der glückliche Umstand, daß ein ehemaliger Arbeitskollege, der bei seinem neuen Arbeitgeber nun einen Dienstwagen hat, sich endlich um den Verkauf seines PRivatwagens kümmern wollte. Darüber hinaus bekam ich von ihm die sehr nette Gelegenheit, den Wagen einige Tage Probe zu fahren und mir einen genaueren Eindruck zu verschaffen.
Kurzum: wir sind uns sehr schnell handelseinig geworden, und so bin ich nun stolzer Besitzer eines Peugeot 307 2.0i mit 103 KW / 140 PS, königsblau-metallic, 3,5 Jahre jung bei rund 50.000 km Laufleistung in scheckheftgepflegtem Zustand.
Damit habe ich zwar die Regeln Eins bis Drei des Autokaufs in den Wind geschlagen (”Kauf keine Franzosen”), doch meine Familie fährt seit über 30 Jahren französische Fahrzeuge, insofern weiss ich genau, auf was ich mich da einlasse. Allerdings werde ich mit diesem neuen Wagen auf absehbare Zeit nicht mehr als Kilometerreiter für die Firma unterwegs sein - die Zeiten, da man mit einem alten Wagen Spesen sammeln konnte, sind für mich nun vorerst leider vorbei.

Pingbacks & Trackbacks