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Sep
24
2008

Hausgemachte Konkurrenz bei Gillette

Ihr werdet euch sicher an den Hype in Bloggersdorf erinnern, als Gillette seinen neuen Nassrasierer namens “Gillette Fusion” auf den Markt geworfen hatte. Allerlei Hinz und Kunz fühlte sich bemüßigt, sich als virales Werkzeug missbrauchen zu lassen, rannte entweder in den nächstbesten Shop, um viel zu viel Geld für das Stückchen Plastik auszugeben, oder griff auf das Päckchen mit dem Probepack zurück, der wohl damals auch den einen oder anderen Blogger erreicht hatte…

Ich habe mich damals aus dem Hype rausgehalten, da ich absolut null Sinn darin sah, mich für einen gegenüber den Vormodellen nochmals deutlich teureren Rasierer zu entscheiden, wenn ich doch mit meinem mittlerweile asbachuralten Mach3 nach wie vor vollkommen zufrieden war – und bis heute bin.

Und offensichtlich sehen das weltweit wohl sehr viele Männer exakt genau so wie ich – und bleiben ihrem alten Mach3 treu, wiewohl auch dessen Ersatzklingen schon unverschämt teuer sind. Aber mit ihm gelingt eben halt auch schon eine perfekte Rasur ohne großes Schnittrisiko, Konkurrenz wie Wilkinson und Co. sind auch keinen Deut besser oder billiger, und ein richtiges Rasiermesser, na da muss man für geschaffen sein und für die damit verbundene Rasierzeremonie auch Zeit und Muße übrig haben.

Bei Gillette hat man offenbar genau dieses Problem der Konkurrenz aus eigenem Haus inzwischen ebenfalls bemerkt. Zumindest haben sich die Werbefuzzies für genau diese unsere Zielgruppe der Fusion-verweigernden Mach3-Nutzer einen Werbespot mit Tiger Woods und anderen Sportgrößen auf den Markt geschmissen, der uns auf Biegen und Brechen in Mama Fusions Arme treiben soll.
Ich mag mich irren, doch auf mich wirkt der Spot schon recht verzweifelt. Die Jungs (und Mädels) haben da offensichtlich die Rechnung ohne den Wirt (die eigene Kundschaft) gemacht, das alte Vormodell war offensichtlich schon perfekt genug, und nun kriegen sie das neue Hitechmonstrum nicht an den Mann gebracht. Zumindest nicht in dem Maße wie erhofft, anderenfalls müsse man nicht so verzweifelt versuchen den eigenen Marktanteil zugunsten des Nachfolgemodells zu kannibalisieren…..

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4 Kommentare

  1. caschy sagt:

    Benutze seit dem Anbeginn aller Tage den Sensor Excel. Dürften wohl schon locker über 10 Jahre sein. Mindestens.

  2. Carsten Albrecht sagt:

    Bei mir ist halt der Mach3 seit seinem Anbeginn im Einsatz, davor wars mal so eine Doppelklinge von Wilkinson. Und da nun wohl damit zu rechnen ist, daß Gillette die Produktion der Mach3-Klingen auf Biegen und Brechen einstellen will, werde ich mich demnächst wohl mal beim nächsten Angebot mit nem Zehnjahresvorrat Klingen eindecken ;)

  3. Frank sagt:

    Moinsen,

    eine echte alternative zu den hi-tech Monstern findest du bei einem grossen Lebensmitteldiscounter (Nord oder Süd weiss ich gerade nicht) – ist eigentlich ein Ladyrasierer – aber ergonomisch und von der Handhabe her auch fürs Gesicht zu gebrauchen. Kostet gute 9 Euro mit 4 vierblattklingen und rasiert deutlich besser als das Rest von Wilk und Gil.

  4. Carsten Albrecht sagt:

    ich hab mich kürzlich bei irgendnem sonderangebot (Lidl wars glaube ich) mit ausreichend klingen für die nächsten zwei jahre versorgt. danach wäre der mach3 dann irgendwas um die 12 jahre alt oder so, dann denke ich eventuell mal über einen wechsel nach ;)

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