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Jan 18 2007

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Heimfahrt auf der A3 auf Kyrillisch

Die letzten drei Tage war ich auf der ersten größeren Dienstreise dieses Jahres unterwegs, und es verschlug mich in die Gegend von Koblenz – glücklicherweise also nicht so derbe weit weg von zu Hause. Und wie ihr ja sicher alle wißt und am eigenen Leib bemerkt, rauscht in diesen Stunden einer der stärksten Orkane der letzten 100 Jahre über Mitteleuropa – das Orkan-Tief namens Kyrill.

Und wie es nun einmal bei solchen Gelegenheiten stets so sein soll, mußte ich natürlich genau in den Stunden, in denen sich die Windstärke über NRW dem Höhepunkt nähert, die Heimreise in meinem PKW antreten. Mittlerweile mache ich drei Kreuze, daß ich mich gegen die Deutsche Trödelbahn und für meinen Wagen entschieden habe, fährt ja bundesweit seit ca. 17 Uhr kein Bahn-Fernverkehr, und in NRW und Norddeutschland ists ja selbst mit dem Nahverkehr Essig, weil so viele umgestürzte Bäume Gleise und Hochspannungsleitungen blockieren. Hier in Essen ist im Hauptbahnhof sogar der Strom ausgefallen, und in etlichen Essener Stadtteilen stehen die Keller unter Wasser und die Dächer werden abgedeckt.

So gesehen ging es mir auf der A3 richtig gut. Es war zwar so windig, daß ich ununterbrochen aufpassen mußte, nicht die Spur zu wechseln ohne das Lenkrad einzuschlagen, und zeitweise bescherten mir Regenschauer Sichtweiten unter 50 Meter, aber immerhin bin ich vergleichsweise staufrei durchgekommen – sogar durch das berüchtigte Nadelöhr zwischen Köln-Heumar und Dellbrück. Die meisten anderen Autofahrer, die wie ich die Arschkarte gezogen hatten und auf die Piste mussten, sind zwar nicht wesentlich langsamer gefahren als sonst, hielten aber zur Abwechslung mal Sicherheitsabstände ein, was wohl sehr dabei half, Massenbremsungen und damit Staus zu vermeiden. Die Gegenrichtung hatte da nicht so viel Glück, ich kam an mehreren Unfallstellen vorbei, hinter denen es sich teilweise bis zu acht Kilometer staute.

In Essen angekommen, durfte ich dann feststellen, wie laut unser Gast mit dem russischen Namen ist. Draußen vor dem Haus hört man ein ununterbrochenes Rauschen und Brausen, das ich so noch nie wahrgenommen habe.

Ich hoffe euch geht es allen auch gut, und hoffentlich müßt ihr nicht heute noch auf die Straße, denn erst nach Mitternacht soll der Jahrhundertsturm wieder beginnen nachzulassen.
Ich bin schwer gespannt, ob ich es morgen ohne größere Hürden ins Büro schaffe.

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1 Kommentar

  1. Ben

    Bei uns in der Umgebung ist in einigen Gebieten einfach mal der Strom für 15-30 Minuten ausgefallen …, na ja, zum Glück steht die riesige Tanne die 20 Meter von unserem Haus entfernt ihren Platz hat noch, das würde übel ausgehen ^^ .
    Und beim Arbeiten war es einfach nur übelst laut …, hat immer fein geprasselt :-/.

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