Heutzutage verfällt die Hardware eines Rechners bekanntlich fast schneller als die Milch aus dem Supermarkt, so daß viele Zeitgenossen sich gezwungen sehen, ihre Boliden regelmäßig aufzurüsten. Solange es sich dabei nur um so banale Anschaffungen wie neue Grafikkarten, Sound- oder Netzwerkkarten oder sonstige Peripherie dreht, ist das kein großer Aufwand. Schwierig wird es für viele hingegen in dem Moment, da durch eine prozessoraufrüstung gleichzeitig ein Austausch des Motherboards notwendig wird, etwa bei einem kompletten Architekturwechsel von Athlon XP auf Athlon 64 oder Pentium IV.
Die meisten Anwender werden hier nicht lange fackeln, Backups ihrer Daten anfertigen und nach Austausch der Hardware ihr OS einfach neu installieren, doch insbesondere in Unternehmensumgebungen ist dieser Weg oft nicht gangbar, da so viel Software mit aufwendigen Anpassungen der Konfigurationen in die Installation “hineingewachsen” ist, dass eine Neuinstallation Tage in Anspruch nehmen würde.
In einem solchen Fall hilft die folgende Anleitung in der Regel weiter, denn sie ermöglicht den Austausch des Motherboards samt den IDE-Controllern, ohne daß eine Neuinstallation von Windows erforderlich wäre. Sicherheitshalber sollte man selbstverständlich dennoch ein Backup der Daten und des Systems anfertigen, hier hat sich die gängige Imaging-Software wie Ghost, das Acronis-Pendant oder auch schlichtweg eine Knoppix-CD bewährt.
- Vor Beginn des Umbaus Backup(s) anfertigen
- Aus dem Drivercache unter <SYSDIR>\Driver Cache\i386 die Dateien atapi.sys, intelide.sys, pciide.sys und pciidex.sys nach <SYSDIR>\system32\drivers kopieren
- Falls das System mit einem Servicepack aktualisiert worden ist (etwa SP4 unter Windows 2000 oder SP2 unter Windows XP), sind stattdessen die gleichnamigen Dateien aus dem jeweiligen Servicepack-CAB zu extrahieren und ins Drivers-Verzeichnis zu kopieren. Auch diese Servicepack-CABs liegen in der Regel im Driver Cache-Verzeichnis.
- Aus diesem mergeide.zip-Archiv die Registry-Patch-Datei entpacken und mit einem Doppelklick ausführen. Die Abfrage, ob die Einträge in der Registry vorgenommen werden sollen, muss bejaht werden.
- Rechner herunterfahren und ausschalten. Bis zum Abschluss des Umbaus darf das OS nun nicht mehr gestartet und hochgefahren werden.
- Umbau durchführen
- Rechner einschalten und OS im VGA-Modus hochfahren (muss ggf. durch Booten mit F8 manuell im Bootmenü ausgewählt werden).
- Windows erkennt nun die geänderten Komponenten neu und fordert der Reihe nach die jeweiligen Treiber an. Mit Abschluss der Treiberinstallation ist die Migration fertiggestellt.
Der Vorgang läßt sich auch mit einem Austausch der System-Festplatte kombinieren, indem man das OS mittels Imaging-Software auf die neue HDD kopiert. Mit Ghost und Co. kann man bei dieser Gelegenheit auch die Partitionsgrößen anpassen (in der Regel bedeutet dies: vergrößern). Ich habe selbst auf diese Weise auch schon ein auf einer SCSI-HDD laufendes Windows 2000 auf eine PATA-HDD migriert, und angeblich funktioniert das Ganze auch beim Wechsel zwischen PATA und SATA (Erfolgsmeldungen bitte in den Kommentaren angeben!). Der Trick hierbei ist, vor dem eigentlichen Umbau die benötigten Treiber schon ins System zu installieren.
Migrationen dieser Art habe ich schon erfolgreich mit Windows 2000, Windows XP (Home und Professional) sowie Windows 2003 Server durchgeführt.
6 Kommentare
Sven sagt:
22.10.2005 von 00:20 (UTC 0 )
das ist genau das, was ich immer gesucht habe … also, ich habe davon mal keine ahnung, aber mr gaybrush wird sich da sicher drüber freuen
im übrigen :freu … ich kann dein lesezeichen wieder auf platz 2 schubsen … das mir so eine lange pause aber nicht nochmal vorkommt ;o)
CountZero sagt:
22.10.2005 von 00:26 (UTC 0 )
grüß den alten threepwood mal nett von mir – mei, das is irgendwann anfang der 90er des letzten jahrhunderts gewesen, dass ich ihn zuletzt gesehen habe
was neue artikel angeht, bemühe ich mich
letzten anderthalb wochen waren ziemlich stressig; allein heute nachmittag warens ca. 30 telefonate in weniger als drei stunden, das zehrt doch bissil an der substanz
Sven sagt:
30.10.2005 von 10:21 (UTC 0 )
ich les das jetzt zum trölften mal und komm immer noch nicht drauf wie der erste absatz von deinem kommentar gemeint ist
CountZero sagt:
30.10.2005 von 17:40 (UTC 0 )
okay, hier die auflösung, hab dich ja nun lange genug dran zappeln lassen
du nennst einen deiner kollegen offenbar seit neuestem “die schwule bürste” bzw. “gaybrush”. solltest du dich an die alte adventure-serie auf dem PC namens “monkey island” erinnern, fällt dir eventuell auf, daß dessen hauptfigur, die man als spieler steuert, “guybrush threepwood” heißt.
da ich monkey island zuletzt anfang der 90er gespielt habe, ist es folglich ebenso lange her, daß ich den herrn threepwood da zuletzt gesehen habe
okay, okay, das war dann wohl eine fortgeschrittenen-lektion in subtilem humor, aber ich hatte dir zugetraut, das problemlos aufzulösen, daher war ich im ersten post nicht deutlicher
PS: ist wieder/immer noch sehr stressig hier, daher komme ich wieder/immer noch nicht dazu, (fast) täglich neue artikel zu schreiben… ich bin aber guter dinge, daß ich in einigen tagen wieder etwas mehr zeit haben werde
Sven sagt:
01.11.2005 von 02:12 (UTC 0 )
der kerl nennt sich CCguybrushirgendwas
is wohl mal ein kollege von ihm draufgekommen, auf gaybrush … und bei uns inner maloche heißt er eben schwule bürste
is aber ein feiner kerl, und hält unser netzwerk auf trab.
ich hab nie monkey island gespielt … lohnt sich das? gibts das noch irgendwo? ich hab echt nie nicht nen amiga oder so gehabt. das einzige, an das ich mich erinnern kann ist summer-/wintergames auf dem c64
CountZero sagt:
01.11.2005 von 02:26 (UTC 0 )
naja, ich kenns nich vom amiga her, sondern vom PC – damals, in den seligen zeiten, als VGA bei 640×480 bei 16 farben oder 320×240 bei 256 farben als highend galt und DOS noch das maß aller dinge war
*schwärm*
damals war es die investierte zeit allemal wert, den nachfolger habe ich aber schon nicht mehr gespielt.
ich geh aber mal davon aus, dass euer admin seinen nick ursprünglich auch in anlehnung an monkey island erhalten haben wird – im edv-umfeld kenn ich jedenfalls keinen anderen guybrush, der als namensvater dienen könnte