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Okt 31 2006

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Sparpotenziale, Teil 6 – KFZ-Versicherung wechseln

Passend zur Jahreszeit komme ich heute auf Teil 6 meiner kleinen Artikelreihe zur Nutzung von Einsparungmöglichkeiten zu sprechen.

Heutiger Tipp: Wechsel der KFZ-Versicherung

Erst kürzlich habe ich wieder gelesen, daß viele Mitbürger im Hinblick auf die Haftpflicht- und Kaskoversicherung ihrer Automobile draufzahlen, weil es einfach zu bequem ist, beim bisherigen Versicherungsanbieter zu bleiben statt sich für vergleichsweise kurze Zeit im Internet umzusehen und eine preiswertere KFZ-Versicherung für den fahrbaren Untersatz zu suchen.

Dabei sind die Einsparungspotenziale je nach aktuellem Schadensfreiheitsrabatt und Fahrzeug erheblich und können leicht in der Größenordnung von mehreren hundert Euro pro Jahr gipfeln. Als leicht nachvollziehbares Beispiel kann ich mich selbst anführen, denn ich habe schon mehrere Wechsel der KFZ-Versicherung hinter mir. Ich bin in einer Lehrerfamilie aufgewachsen, folglich lag es für meine Familie stets nahe sich bei beamtennahen Versicherungen wie zum Beispiel der HUK Coburg zu versichern. So war auch meine erste KFZ-Versicherung (reine Haftpflichtversicherung) für meinen ersten eigenen Wagen (ein damals rund 13 Jahre alter Mitsubishi C10V Kombi) bei der HUK abgeschlossen worden, und trotz SF0 mit damals 125 Prozent und einer Selbstbeteiligung von 300 DM kam ich mit rund 1900 DM Jahresprämie noch vergleichsweise günstig davon.

Doch schon ein Jahr später wurde die Versicherung durch Umstufung der Regional- und Altersklasse meines Oldies schon deutlich teurer, und das trotz neuem Schadensfreiheitsrabatt SF1. Als dann mein Wagen im Spätsommer 2001 das Zeitliche segnete (die Vorbesitzerin war sich leider der Wichtigkeit regelmäßigen Ölnachfüllens trotz schon zweitem Ersatzmotor im Fahrzeug immer noch nicht bewußt, und so war mein Motor nach nur knapp 120.000 km schon hinüber – und das bei einem asiatischen Fahrzeug!), nutzte ich die naheliegende Chance, der HUK Lebewohl zu sagen.

Vergleichsweise kurze Zeit später (am 10. September 2001 – nur einen Tag vor dem wohl weltweit einschneidendsten Ereignis der Nachkriegszeit) kam ich in den sehr zweifelhaften „Genuß“, durch den Tod meines Großvaters einen damals gerade knapp neun Jahre alten Mazda 323 mit nur 52.000 km Laufleistung zu erben. Diese Erbschaft brachte es mit sich, daß ich damit auch den Schadensfreiheitsrabatt meines Großvaters unter Berücksichtigung meiner Führerscheinbesitzdauer übernehmen konnte, und so wurde ich von der neuen KFZ-Versicherung freundlicherweise direkt mit 45 Prozent eingestuft. Auch die damals in Anspruch genommene Versicherungsgesellschaft darf wohl als beamtennah eingestuft werden, immerhin war es die Bayrische Beamten Versicherung 😉

Nach drei Jahren stets relativ konstanter Jahresprämien wurden die Jungs jedoch gierig, und obendrein kam es noch innerhalb des Maklerunternehmens (der Beamtenberatungsdienst, damals noch mit Sitz in Essen, inzwischen in Dortmund), über das ich die Versicherung abgeschlossen hatte, zu einer internen Schlammschlacht zwischen mehreren Maklern, die in einem wilden Ringelpitz sich gegenseitig die Versicherungen ihrer Kunden kündigten – so auch meine KFZ-Versicherung.

Dies nahm ich dann endlich zum Anlass, mich im Internet nach preiswerten Alternativen umzuschauen, und siehe da, ich wurde reichlich fündig. Der Besuch einer Website zum Vergleich von KFZ-Versicherungen kann, wie ich dabei festgestellt habe, locker mehrere hundert Euro Ersparnis pro Jahr bedeuten. Ich fahre den oben genannten Mazda 323 immer noch, mit jährlich rund 20.000 km Fahrleistung pro Jahr, und die zum 1. Januar 2006 ausgewählte Versicherungsgesellschaft bietet mir Haftpflicht und Teilkasko für knapp 330 EUR pro Jahr bei SF15 – gegenüber der BBV machte das zum Zeitpunkt des Wechsels fast 200 EUR Ersparnis aus.

Ihr seht also, der einfache Besuch einer Versicherungsvergleichsseite im Internet und wenige Minuten Zeitaufwand können sich schon bei Klein- und Mittelklassefahrzeugen in drastischen Ersparnissen niederschlagen. Da es allerdings allein schon weit mehr als 11.000 Typklassen gibt, von den etlichen speziellen Sonderbedingungen der verschiedenen Versicherer ganz zu schweigen, kann ich an dieser Stelle keine pauschalen Empfehlungen einzelner Anbieter aussprechen. Ihr kommt also nicht drumrum, euch durch einen Vergleichswizard durchzuhangeln, um eure individuell preiswertesten Anbieter herauszufinden.

Realisierbare Ersparnis durch Tipp 6: bis zu 500 EUR p.a.

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3 Kommentare

  1. Media Addicted

    Witzisch. Der 323 (GLX?) scheint ein beliebtes OmaOpa-Auto zu sein. Verhielt sich bei mir -inkl. des nicht schönen Übereignungsgrundes- exakt genauso, dieselbe Karre in Oma-Aschfahl-Braun-Metallic 😉

  2. Der Blogger

    Löl, das Braun hatten meine Großeltern davor, mit ihrem alten Käfer. Nee, mein 323 (is glaub ich wirklich ein GLX, exakte Typisierung is aber leider längst wegkorrodiert) is in so nem grenzwertigen Metallic-Grün. Grün ist eigentlich meine absolute Nogo-Farbe, aber Autos sind für mich in erster Linie fahrbare Untersätze, die mich trocken von A nach B bringen, und da spielen Äußerlichkeiten für mich weniger eine Rolle 🙂

  3. Versicherung

    Hi, desweiteren ist noch anzumerken das es ein Sonderkündigungsrecht gibt, dieses ermöglicht es nach einer Beitragsanpassung die Kündigung innerhalb einen Monats.

    Go on happy bloging!
    Grüße Jörg

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