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Jun
28
2006

Reisebericht Tag 3: Too hot in here

Tag 3 meines Erholungsurlaubs im Calimera Hurghada ließ sich ebenso entspannt an wie am Morgen zuvor. Allerdings konnten wir heute etwas später aufstehen als an Tag 2, da ja keine wichtigen Erledigungen mehr anstanden. Die halbe Stunde, die wir länger im Bett blieben, tat daher recht gut.

Am Frühstücksbuffet trafen wir dann zufällig Thomas, einen der Jungs von den zwei Pärchen, die wir am Vortag auf dem Steg kennengelernt hatten. Wir nahmen ihm nochmals das Versprechen ab, uns abends detailliert zu erzählen, wie die Schnorcheltour gewesen ist, auf die sich die vier heute begeben würden, und gegen 0900 nahmen wir unsere Plätze am Pool wieder ein.


Der Aktivpool

Der Wind blies immer noch verhältnismäßig stark, und bei Temperaturen jenseits von 30 Grad Celsius bestand somit wieder erhöhtes Sonnenbrandrisiko. Da ich meinen Nacken dank des Ausflugs zum Steg von Freitag heute schonen musste, blieb ich allerdings immer nur kurz in der Sonne bzw. traf entsprechende Gegenmaßnahmen für meinen Nacken, wie eines der überaus gelungenen Fotos zeigt ;)

Sonnenbad am Pool

Die Hitze machte unserem Trio immer noch etwas zu schaffen, und daher war das “Die Liegen hinter dem Schatten herschieben” neben dem Relaxen und Lesen tagsüber unsere einzige Tätigkeit. Wir unterbrachen dieses Faulenzen lediglich für die Beschaffung kühler Getränke (heutiger Tipp: Eiswürfel weglassen und langsam trinken, sonst ist die Scheißerei quasi vorprogrammiert), einen Ausflug zum Mittagsbuffet und zur gelegentlichen Abkühlung im riesigen Pool. Insofern waren wir für Außenstehende heute wohl rechte Langweiler, doch das war uns herzlich egal, da zunächst das Abschalten vom Stress der letzten Wochen und die Erholung auf der Prioritätenliste an erster Stelle standen.

Windig am Strand

Erst abends wurden wir wieder munter – ich habe natürlich vor dem Weg in den Speisesaal meinen abendlichen Spaziergang gemacht -, und auf dem Weg zum Abendessen trafen wir wieder Mido, und er fing selbstverständlich sofort wieder an uns zu umgarnen. Zedel und ich stellten ihm die zwei wesentlichen Masterfragen: a) wie viele Leute sind maximal mit auf dem Boot?, und b) wie viele Boote steuern dieselben Riffe an wie unseres? Da Mido antwortete, dass im Schnitt 10 bis 15 Leute auf dem Boot mitfahren würden, “maximal 20, mehr machen wir nie”, und dass sie stets Riffe ansteuern, die weiter draußen im Meer sind und daher eher selten von den Booten anderer Hotels angefahren werden, sagten wir uns schließlich “scheiss drauf, die Schnorcheltour war auch letztes Jahr super” und sagten ihm zu, am Montag für 30 EUR pro Person mitzufahren (die Kohle versteht sich inkll. Verpflegung und Schnorchelausrüstung sofern notwendig). Die Quittung steckte Zedel in die Tasche seiner Digicam, um sie nicht im Verlauf des Abends noch versehentlich zu verlieren.

Eine Strandnische

Und wie es der Zufall dann wollte, trafen wir im Speisesaal dann prompt auf Thomas und seine Freundin Jessica. Beide waren quasi stehend k.o., aber offensichtlich auch ziemlich happy dank eines aufregenden Tages mit vielen Eindrücken. Die ersten Minuten unseres Gesprächs miteinander verliefen in einer Art Schichtwechsel, da wir alle abwechselnd kurz Richtung Buffet stiefeln mussten, und als uns das nach kurzer Zeit dann etwas blöd wurde, setzten wir uns dann doch kurzerhand alle an einen Tisch, um gemütlich im Sitzen und beim Essen quatschen zu können ;)

Fische im Roten Meer

Die zwei waren insgesamt von der Tour schwer begeistert, und Jessica hatte selbst an Land noch schweren Seegang, weil es ja den ganzen Tag über so windig gewesen war. Sie erzählten uns in allen Details von ihrer Tour, und wir konnten uns nun sicher sein, dass wir das Geld für die Fahrt gut investieren würden. Sie waren nur ein wenig enttäuscht, dass es ihnen nicht vergönnt war, Delphine in freier Wildbahn gesehen zu haben – allerdings kommt das auch sehr selten vor, und auch wenn man bei der Feilscherei mit den Jungs von den Tauchschulen einen anderen Eindruck bekommen könnte, eine Delphin-”Garantie” gibt es einfach nicht.

Wir verstanden uns jedenfalls bestens, und erst als wir von den Bediensteten quasi vor die Tür gekehrt wurden, merkten wir, wie die Zeit vergangen war. Da die zwei von der Tour völlig auf waren und sich noch mit dem anderen Paar kurz treffen wollten, bevor sie ins Bett fallen würden, verabschiedete man sich voneinander, und weil auch wir immer noch von der Wetterumstellung ziemlich erledigt waren, war damit auch unser an sich recht ereignisloser Tag vorbei.

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