Jun 20 2011

Dort geht es weiter

Seit feststand, dass wir das Abenteuer “Auswanderung” angehen würden, rumorte der Gedanke im Hinterkopf, diese Gelegenheit eines neuen Lebensabschnitts auch für ein neues Blogprojekt zu nutzen. Heute habe ich mich endlich überwunden, eine meiner alten Domains dafür wiederzubeleben und ein neues Blog zu starten.

Ihr findet es unter www.caits.de (die Domain meiner alten Zeiten als nebenberuflich Gewerbetreibender).

Thema: unsere Erfahrung vor, während und nach der Auswanderung in die Schweiz.

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Dez 19 2010

Das (Aus)wandern ist des Bloggers Lust

Nach laaaanger Pause mal wieder ein Post von mir – und dann auch noch ein recht endgültiger dazu. Wie der Titel nämlich erahnen lässt, mache ich hier in naher Zukunft die Schotten dicht, denn meine bessere Hälfte und ich kehren Deutschland den Rücken und werden Ende März 2011 in die Schweiz auswandern.

Sofern noch der eine oder andere Altleser sich an ältere Posts von mir erinnert bzw. im Archiv stöbert, ist schnell festzustellen, dass ich ja schon seit zig Jahren mit etlichen Entwicklungen in diesem Land nicht einverstanden bin, und in der Konsequenz habe ich stets gesagt “entweder ich muss wohl oder übel selbst in die Politik, oder ich muss auswandern”. Da ebenfalls seit Jahren eigentlich keine der etablierten Parteien für eigene politische Betätigung zumutbar ist und die Piraten bis dato weder ein brauchbares Parteiprogramm haben noch politisch ernst zu nehmen sind, fiel dieser Teil des Entweder-Oder stets flach.

Auf der anderen Seite hingegen ergab sich Ende September aus einem freundschaftlichen Kontakt heraus unerwartet das Angebot, meine fachlichen Fähigkeiten in der Schweiz ausleben zu können, und so haben wir Ende Oktober das Schriftliche geklärt, so dass die Verträge Anfang November unterschriftsreif waren und ich bei meinem Noch-Arbeitgeber die Kündigung einreichen konnte.

Seitdem stecken wir in den entsprechenden Vorbereitungen, lesen sehr viel und stöbern insbesondere regelmässig bei Hallo Schweiz und in deren Foren. Auch wenn ein Umzug vom “grossen Kanton” in die Agglomeration Luzern keine Weltreise mit sich zieht wie etwa eine Auswanderung nach Südamerika, so sind dennoch vielfach sehr ähnliche behördliche und logistische Vorgänge zu berücksichtigen, angefangen über die Kündigung alter Versicherungsverträge, Papierkram zwecks Beantragung einer Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung (dank der bilateralen Verträge zwischen der EU und der Schweiz ist wenigstens dies für uns als EU-Bürger inzwischen vergleichsweise einfach geworden) bis hin zur Wohnungssuche über gut 700km Entfernung hinweg.

Da ich in den letzten Monaten eh schon nur noch sehr wenig gebloggt habe und mich selbst für diese wenigen Posts teils schon sehr “aufraffen” musste, fiel der Entschluss nicht schwer, bei der Gelegenheit auch dieses Blog hier dichtzumachen. Vorerst bedeutet das, zum Stichtag 31.12.2010 erst einmal die Kommentarfunktion abzuschalten und das Posten weiterer Beiträge einzustellen. Sollte mir jedoch alsbald eine andere Idee für die Domain 4null4.de einfallen, kann das auch bedeuten, dieses Blog komplett beiseitezuräumen (dann bleibt das Relikt zumindest in einer Subdomain erhalten, denn löschen mag ich meine früheren geistigen Ergüsse auch nicht wirklich).

In diesem Sinne, uf wiedaluega, war eine schöne Zeit mich euch!

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Jul 27 2010

Wenn zwei zusammenziehen….

…. dann fällt in der Regel jede Menge an Einrichtungsgegenständen doppelt an – das ist normal. Was heutzutage in Zeiten der umfassenden Verbreitung von Breitbandanschlüssen ebenfalls normal ist, daß beide Partner jeweils einen eigenen Vertrag an der Backe haben – und beide sich in einer Mindestvertragslaufzeit befinden, es also nicht ohne weiteres möglich ist, einfach einen Anschluss zu kündigen.

Nun stellen die meisten Carrier deshalb immerhin eine Art Kulanzregelung zur Verfügung – bei geeignetem Nachweis, daß der Breitbandanschluss in der Wohnung desjenigen, zu dem der andere Partner zieht, schon von einem Wettbewerber okkupiert ist, wird der wegziehende Partner “kulanterweise” vorzeitig aus seinem Vertrag entlassen. Natürlich nicht ohne daß nochmals finanziell ordentlich zugelangt wird, sogar dann, wenn KEINE mit dem Vertrag geförderte Hardware verbunden ist.

1 & 1 treiben dies aktuell auf die Spitze, ich erlebe dieses Kabinettstückchen nun seit einigen Wochen live durch den Umstand, daß meine Lebensgefährtin zu mir gezogen ist. Vollmundig schreibt 1 & 1 auf der eigenen Website im FAQ-Bereich:

In diesem Fall kommen wir Ihnen gerne entgegen und kündigen Ihren 1&1 DSL-Tarif. Zuvor benötigen wir als Beleg eine Kopie Ihrer Ummeldebescheinigung sowie einen gültigen Nachweis über die Schaltung des bereits vorhanden Breitbandanschluss bzw. DSL, z. B. eine Vertragskopie mit eindeutigem Datum. Senden Sie uns alle notwendigen Nachweise bitte per Post oder per Fax an folgende Adresse:

…. und weiter, und das ist der Hohn daran,….

Da uns Ihre Zufriedenheit wichtig ist, kündigen wir Ihren 1&1 DSL-Vertrag vorzeitig aus Kulanz. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine vorzeitige Vertragsauflösung für uns zusätzliche Kosten bedeutet und mit einer einmaligen Gebühr für Sie verbunden ist. Bei einer vorzeigen Auflösung innerhalb der Mindestvertragslaufzeit werden Ihnen 69,95 EUR berechnet.

Soweit so gut, an der abschließenden Gebühr ist nicht viel zu rütteln; sie ist zwar dreist und sicherlich nicht im Sinne von Kundenzufriedenheit, bei vielen Verträgen aber wohl legitim. Daß gewisse geistig minderbemittelte Servicemitarbeiter in Montabaur aber trotz der Zusendung von Ummeldebescheinigung, aktueller Rechnung meines Breitbandanschlusses und einer meine Mindestvertragslaufzeit bescheinigenden Email seitens Versatel sich nun aber immer noch querstellen – und, das ist wirklich witzig, wenn es nicht so traurig wäre – eine erneute Rechnungskopie von mir haben wollen, hat weder etwas mit Kulanz noch Kundenzufriedenheit noch gesundem Menschenverstand zu tun, sondern ist einfach nur noch himmelschreiend blöd.

Pikante Randnotiz: seit mehreren Monaten gibts bei 1 & 1 angeblich ja keine Mindestvertragslaufzeiten mehr – für Neukunden mag das auch zutreffen. Und ebenfalls seit Monaten wird man in der Werbung regelmäßig von diesem Vollhonk von “Sonderbeauftragtem für Kundenzufriedenheit” zugeschwallt. Na da schlage ich doch vor, die hohen Herren in Montabaur halten sich endlich mal an ihre Werbeaussagen, denn sonst bin ich versucht meinen Gewerbeschein mal für eine Abmahnung wegen Unlauteren Wettbewerbs und nicht zutreffender Werbebehauptungen zu nutzen.

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Jul 23 2010

Raus aus der INEAS!

Wer wie ich seinen Wagen bisher bei der INEAS versichert hatte, sollte sich allerschleunigst nach einem neuen Versicherer umsehen, denn wie ich gestern durch eine Nachricht bei N-TV erfahren habe, steht die Ineas quasi unmittelbar vor der Insolvenz und wird inzwischen notverwaltet. Informationen über diese Notverwaltung stehen auch unmittelbar auf der Startseite der Ineas-Website.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät dringend zur fristlosen Kündigung und zum Wechsel zu einem anderen KFZ-Versicherer, da zwar Haftpflichtschäden im Zweifelsfall noch über den Insolvenzfonds der Versicherer abgewickelt werden können, Kaskoschäden aber nicht davon gedeckt werden. Erschwerend kommt bei Kaskoschäden noch hinzu, daß die sonst übliche Direktabrechnung zwischen KFZ-Werkstätten und Versicherung im Fall der Ineas nun nicht mehr greift und man als Geschädigter für Reparaturen am eigenen Fahrzeug nun auch noch in Vorleistung zu treten hat – mit der sehr ungewissen Aussicht, überhaupt einen Bruchteil des Kaskoschadens noch reguliert zu bekommen.

Von der Verbraucherzentrale NRW kann man sich einen Musterbrief für die fristlose Kündigung der KFZ-Versicherung nach §314 BGB bzw. hilfsweise §313 BGB herunterladen, den man per Einschreiben mit Rückschein zur Ineas schicken sollte.

Ich habe diese notwendigen Schritte unverzüglich ergriffen und hoffe, daß der Versicherungswechsel schnell und unproblematisch über die Bühne geht. Glücklicherweise hat die Ineas es bis heute versäumt die Prämie fürs zweite Kalenderhalbjahr abzubuchen, so daß ich bisher noch kein Geld verloren habe.

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Sep 02 2009

Virtualbox mit 64-Bit-Gästen auf Dell M4400

Seit Mitte Mai nenne ich ja ein neues Dienstgerät mein Eigen, ein schickes Dell Precision M4400 mit Core2 Duo T9400 @2,53 GHz und in der Folge voll 64bit-tauglicher Hardwareumgebung. Folgerichtig hatte ich mich auch von vornherein auf ein 64bittiges Windoof als Basis entschieden (im Zusammenhang mit den Malessen um ESET NOD32 4.0.x und Vista SP2 hatte ich darüber schon einige Worte fallen lassen).

Early Adopter, der ich nun einmal ab und an mal ganz gerne bin, nutzte ich selbstverständlich die Gelegenheit des frühestmöglichen Wechsels zu Windows 7. Mit der Freigabe von Windows 7 und dessen Verfügbarkeit im MS Technet war ich in unserer Firma Nummer 2 nach einem unserer Vorstandsmitglieder, den “mutigen Schritt” zum Wechsel zu vollziehen.

Der Umstieg als solcher ging auch vollkommen glatt (Datensicherung, komplette Neupartitionierung, saubere frische Installation, Recovern der gesicherten Daten – auf eine Upgradeinstallation hätte ich mich selbst dann nicht eingelassen, wenn die RTM-Release von Windows 7 aus dem Technet das zugelassen hätte), und im Vergleich zu Vista fühlt sich der Rechner nun auch endlich so an, wie es sich für einen solchen Boliden gehört.

Etwas moseriger wurde ich erst durch den gleichzeitig vollzogenen Architekturwechsel vom freien VMWare Server zum ebenso freien SUN Virtualbox v3.0.4 x64. Denn obwohl ich mit der beschriebenen Umgebung sämtliche Vorbedingungen für einen an sich klaglosen Einsatz von ebenfalls 64bittigen Gastbetriebssystemen erfüllt habe, ließ VirtualBox auf Biegen und Brechen nicht zu, in einem Gast mehr als einen CPU-Kern oder gar ein 64bit-OS einzusetzen.

Die Lösung fand ich schließlich durch einen Blogartikel bei Serverfault.com, und zwar in dessen Kommentaren. Dell stellt in seinem BIOS nämlich im Knoten “Virtualisierung” nicht nur einige Schalter für das Ein- und Ausschalten des VT-X-Supports der CPU und des IO/APICs zur Verfügung, sondern auch einen Switch namens “Trusted Execution”, mit dem auch die TPM-Funktionalität virtualisiert werden kann. Und an genau diesem Schalter scheitert dann die Erkennung von VT-X in VirtualBox (das genial einfache Tool SecurAble ist davon nicht tangiert, was ja erst dazu führte, daß ich so viele Nerven an diesem Manko gelassen habe). Kaum habe ich “Trusted Execution” im BIOS abgeschaltet und neu gebootet, funktionieren VT-X und SMP nun auch in VirtualBox wie erwartet, und nicht mehr “nur” auf dem Wirts-Windows.

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